

Videoinstallation im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, 2017 Sobald es dunkel ist, wird der Boden der Kartäuserkirche zur Projektionsfläche. Die audiovisuelle Installation Mäander skizziert mögliche Routen durch den Raum, die sich als Irrwege entpuppen und die Frage nach dem richtigen Weg stellen. Wasser fließt in der Natur nicht geradeaus, es fließt in Mäandern. Die dynamischen Linienkompositionen suchen sich ebenso ihren Weg durch den Raum und werden zunehmend rasanter bis sie sich in einer Flut aus Licht und Sound auflösen. Der Lichtteppich startet mit einem wasserähnlichen Bild und endet mit einem Kreissymbol. Alles, was dazwischen stattfindet, repräsentiert einen zeitlich verkürzten Lebensweg, eine Odyssee des Alltäglichen. Lichtstrahlen stellen eine Verbindung zwischen den Besuchenden und dem Ort her. Im Sinne des Konzepts vom erweiterten Kino (oder: expanded Cinema), wird die Projektion von üblichen Display gelöst und kann von den Betrachtenden sogar durchschritten werden. Das Publikum wird in die Präsentation eingebunden. Anstelle der kontemplativen Werkbetrachtung tritt die ephemere, multisensonale Kunstrezeption.